Tätowierung

Da normalerweise alle weichen Körperbestandteile, so auch die Haut, im Boden vergehen, sind erhaltene vorgeschichtliche Tätowierungen selten.
Nur durch besondere Lagerungsbedingungen wird der gesamte Körper konserviert.
Bekannt sind die Funde tätowierter Skythen, die im Permafrostboden erhalten blieben. Die Tätowierungen bestehen hier hauptsächlich aus Tierfiguren, die durch Punktieren der Haut und Einreiben von Ruß in die Stichwunden gezeichnet wurden.
Ein weiteres Beispiel ist der sogenannte "Ötzi", die neolithische Gletschermumie vom Hauslabjoch. Ihre Tätowierungen bestehen aus Strichbündeln und Kreuzen.
Als Grund für vorgeschichtliche Tätowierungen liegt natürlich die Schmuckfunktion nahe, aber auch Stammes- oder Rangabzeichen oder medizinische Gründe sind möglich.

zurück zu "T"

www.grabungswoerterbuch.de © Norbert Fischer, Doris Fischer