Unterwasserarchäologie

In Deutschland sind Unterwasserarchäologen z.B. in der Ostsee oder im Bodensee tätig. Erforscht werden Schiffswracks, Siedlungen oder Hafenanlagen.
Da diese Arbeiten sowohl archäologisches als auch taucherisches Können erfordern, gibt es eine spezielle Ausbildung zum archäologischen Forschungstaucher.
Die Prospektion von Unterwasserfundplätzen erfolgt durch Abschwimmen, Bohrungen, Sonar oder Luftbildarchäologie.
Im Grabungsareal wird ein deutlich sichtbares Raster verspannt. Gelockertes Sediment wird abgesaugt, die Funde in Fundkörben mit Schwimmkörpern nach oben gebracht. Für die fotografische Dokumentation werden Unterwasserkameras benutzt. Gezeichnet wird mit Bleistift auf wasserfestem Millimeterpapier oder mit Wachstift auf Folie oder Plexiglas.
Die geborgenen organischen Funde müssen bis zur Konservierung vor dem Austrocknen geschützt werden, da sie sonst zerfallen.

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